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Fernstudenten sind gefragt

»Ein abgeschlossenes Fernstudium ist bei Arbeitgebern offenbar angesehener als ein Präsenzstudium. Für die representative Forsa-Studie wurden im Januar 2009 Personalverantwortliche in 300 Unternehmen ab 150 Mitarbeitern zu ihrer Meinung über ein Fernstudium befragt. Demnach entscheiden sich 37 Prozent der Arbeitgeber bei der Einstellung für einen Fernstudiumabsolventen und damit 13 Prozent mehr als noch im Vorjahr. 27 Prozent hingegen bevorzugten Bewerber mit abgeschlossenem Präsenzstudium. Der Rest mache zwischen den Abschlüssen keinen Unterschied. Als besonders positiv bewerteten Arbeitgeber das 'entschlossene Engagement', das ein Fernstudium von einem Menschen verlange.«

Artikel aus der Westfälischen Rundschau vom 19.03.09

Weiterbildung als Studium

Weiterbildung im Berufsalltag ist ein lebensbegleitender und lebenslanger Prozess - insbesondere in der Informatik.

Leider kümmern sich viele Beschäftigte nicht aktiv um die eigene Weiterbildung, sondern erwarten, dass ihr Vorgesetzter sich darum kümmert.

Auf der anderen Seite schulen Firmen ihre Mitarbeiter oft nur in unbedingt notwendigen Produktschulungen.

Ein Online-Studiengang könnte der Weg sein, um sowohl den Mitarbeiter zu eigener Weiterbildung zu motivieren als auch die Weiterbildung im Unternehmen auf ein strategisches Fundament zu setzen - weg von der Schmalspur- und Schnellausbildung hin zu einer Weiterbildung, die Kompetenzen über das jeweilige Produkt hinaus vermittelt und von dem langfristig das Unternehmen profitiert.

Erwartungen und Erfordernissen des Arbeitsmarktes

Ein kostenpflichtiger Studiengang muss natürlich besonders darauf achten, dass Anforderungen aus dem Arbeitsmarkt geeignet berücksichtigt werden, ohne dabei jedoch die wissenschaftliche Qualifikation außer acht zu lassen.

Unter der Überschrift »Zu wenige Informatiker« zitiert die Computerwoche (21/2005) den BITKOM-Verband wie folgt:

»Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) schlägt Alarm: Seinen Schätzungen zufolge könnte es schon 2008 zu einem Unterangebot an IT-Fachkräften in Deutschland kommen. Grund sind die sinkende Zahl der Absolventen und Erstsemester im Studienbereich Informatik. Hinzu kommt eine Abbrecherquote von rund 50 Prozent. Der Verband fordert deshalb eine effiziente Ausbildung und gezielte Investitionen. Gute Beispiele lieferten Berufsakademien und Bachelor-Studiengänge

Unter der Überschrift »Entwickler und Internet-Fachleute profitieren vom IT-Aufschwung« zitiert die Computerwoche (25/2005, S. 38) eine gemeinsame Untersuchung mit Adecco, in der IT-Jobangebote in 40 Tageszeitungen ausgewertet wurden:

»Mit 2550 Angeboten kommen wie gewohnt die meisten Offerten aus Beratungs- und Softwarehäusern, deren Anteil mittlerweile fast ein Drittel aller IT-Angebote ausmacht. ... Nach Tätigkeiten gerechnet entfiel der stärkste Zuwachs auf die Bereiche Internet/Online und Anwendungsentwicklung. Rund 266 Web-Profis und 1917 Programmierer suchten die Arbeitgeber in den ersten fünf Monaten. Damit hat sich das Angebot für Online-Fachleute fast verdoppelt,...«.

Zu den inhaltlichen Schwerpunkten gibt es ebenfalls eine Reihe von Industrieaussagen bzw. Untersuchungen.

Unter der Überschrift »Neue Architekturphilosophie verändert die Anforderungen an Softwareentwickler. Neben technischer Kompetenz wird Business-Know-how relevant: Prozesswissen bildet das Fundament« schreibt die Computerzeitung (37/2004, S. 22):

»Der Softwarearchitekt übernimmt also immer mehr den Entwurf der IT-Landschaft. Aus diesem Grund spricht Meta-Group-Berater Hammer in diesem Zusammenhang von einem Business-Architekten. Software-Architekten benötigen deshalb neben einem hohen Abstraktionsvermögen und Wissen über moderne Softwareentwicklungsmethoden auch ein gute Verständnis der fachlichen Abläufe, weiß aus Erfahrung Christian Kaufhold, Senior Consultant beim Beratungshaus Avinci.«

Unter der Überschrift »Betriebswirtschaftliche Kenntnisse und Wissen um Unternehmensabläufe sind für Middleware-Fachkräfte unabdingbar: Anbieter buhlen um die Integrationsspezialisten« schreibt die Computerzeitung (16/2004):

»Brauchte man vor wenigen Jahren noch tiefgreifende Programmierkenntnisse, um sich als Integrationsspezialist zu etablieren, tritt künftig das Wissen um die Unternehmensabläufe und die betriebswirtschaftlichen Grundlagen in den Vordergrund. «

Unter der Überschrift »Online-Branche stellt mehr Mitarbeiter ein« schreibt die Computerwoche (Juni 2005):

»Steigende Jahresgehälter, sinkende Arbeitszeiten - die Beschäftigten von Online- und Multimedia-Unternehmen profitieren von der positiven Branchenentwicklung, so ein aktueller Gehaltsspiegel. ... Die Anzahl der Beschäftigten in den Unternehmen ist 2004 im Vergleich zum Vorjahr um 6,5 Prozent gestiegen. Der Aufwärtstrend hält weiter an: Im Durchschnitt suchen die Unternehmen derzeit mehr als 2 neue Mitarbeiter.«